Uhren

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Wissen

Automatikuhr, mechanische Uhr (Handaufzug)
gegen Quarzuhr

Armbanduhren haben in den letzten Jahrzehnten eine Reihe technologischer Wellen über sich ergehen lassen müssen, von denen jede etwas zum Fortschritt der Zeitmessung oder der Ästhetik der Uhr als Schmuckstück beigetragen hat und zu der heutigen Ambivalenz gegenüber den Konstruktionsprinzipien geführt hat.
Die Faszination der mechanischen Uhrwerke
Waren die ursprünglichen mechanischen Uhrwerke die Seele und der Antrieb der Zeitmessung über die Jahrhunderte, so ist mit dem Aufkommen der Elektronik eine Revolutionierung der technischen Prinzipien einhergegangen, die zu elektromechanischen, elektronischen und batteriebetriebenen Uhrwerken geführt hat.
Für die sogenannten Automatikuhren sind weiterhin die rein mechanischen, aber mit beliebiger Verfeinerung ausgebauten Uhrwerke ausschlaggebend.

Bei der Automatik sorgt das Konstruktionsprinzip des von Armbewegungen angestoßenen Rotors oder allgemeiner einer Schwungmasse für das Aufziehen des Werkes, eine eingebaute Rutschkupplung verhindert das Überdrehen des Werkes durch zu viel Bewegung.
Natürlich kann man eine stehen gebliebene Uhr auch noch über die Krone aufziehen. Falls keine Krone mehr eingebaut ist, setzt man eine solche Uhr nach dem Stehenbleiben durch Schütteln wieder in Gang.
Damit die Bewegungen innerhalb des Uhrwerkes möglichst reibungsfrei erfolgen, wurde schon früh auf Edelsteine als Lager für Zeiger und Zahnräder im Stahlgehäuse zurückgegriffen, da die Reibung zwischen ihnen und Stahl geringer ist, als von Stahlteilen gegeneinander.
Bei den hochklassigen Chronometern, bei denen eine extrem hohe Ganggenauigkeit gefordert wird, werden bis zu 300 Einzelteile verbaut, um dieses Ziel zu erreichen.
Neben diesem mechanischen Meisterwerk behalten solche teuren Uhren ihre Anziehungskraft auch aus ihrem ästhetischen Anspruch, Technik in wunderschön gearbeiteten Gehäusen als Schmuckstück zu präsentieren.
 Die Präzision der Quarzwerke
Die sogenannten Quarzuhren sind die heute gängigen, preiswerten Zeitmesser für jedermann, die die
Ganggenauigkeit von teuren Chronometern mitelektronischen Mitteln erreichen und damit bei der Exaktheit der Zeitmessung mit diesen locker mithalten können, beziehungsweise diese sogar noch übertreffen.
Dabei ist ein Quarzstück, ein sogenannter Uhrenquarz, als Schwingsystem eingebaut, das seine Takte über eine Elektronik an das mechanische oder elektronische (LCD-) Anzeigesystem weitergeleitet und so für eine ungeheuer genaue Zeitmessung sorgt.
Seine Energie bezieht der Quarz aus einer Batterie, Knopfzelle oder durch Sonneneinstrahlung über Photozellen.
Wegen der Massenherstellung der Quarzschwinger konnten diese Uhren zu sehr niedrigen Preisen angeboten werden und haben sich wegen ihrer Ganggenauigkeit im Massenmarkt durchgesetzt.
Dabei ist das ihnen nachgesagte Billigimage durchaus fragwürdig:
Auch Quarzuhren können bei Einsatz entsprechender Materialien sehr teuer sein.
Seiko hat zum Beispiel ein Quarzwerk vorgestellt, das fünfzig Jahre wartungsfrei sein soll.
 Fazit – Uhren begeistern weiterhin viele Menschen
Trotz oder sogar wegen der preislichen Diskrepanz haben sich Automatikuhren mit mechanischen Werken bei Uhrenliebhabern als kultige Präsentationsteile gehalten
und bauen sogar ihre Marktanteile wieder aus.
Den Quarzuhren werden von dieser Klientel deren kalte, unpersönliche Präzision vorgehalten, die sich nicht mit dem hochpräzisen, feinmechanischen Aufbau einer Automatikuhr vergleichen lässt.
Das wunderbare Zusammenspiel der vielen Einzelteile eines mechanischen
Uhrwerks scheint dieses fast zu einem Lebewesen zu machen und ihm einegewisse Persönlichkeit einzuhauchen.
Die mechanischen Werke sind darüber hinaus häufig so verfeinert, dass sie neben der Zeit und dem Datum auch noch Mondphasen, Schaltjahre beziehungsweise
einen ewigen Kalender oder Stoppfunktionen bieten.
Die mechanischen Werke üben auf viele Nutzer eine solche Faszination aus, dass sie häufig durch Glasböden sichtbar gemacht werden und man die vielen Bewegungen des Werkes nachverfolgen kann.
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